Drei Menschen, darunter ein 8-jähriger Junge, kamen am Montag (29.06.2026) bei einem Drohnenangriff Israels mitten auf einer Straße in Deir al-Balah im Zentrum des Gazastreifens ums Leben, wie das Al-Aqsa-Märtyrer-Krankenhaus in derselben Stadt mitteilte.
Das Krankenhaus identifizierte den Jungen als Malik Wael Abu Shawish, während es sich bei den beiden anderen Getöteten um erwachsene Männer handelt, die als Ali Fayez Asbitan und Hassan Al Hanajra identifiziert wurden.
Eine Sprecherin der israelischen Armee versicherte gegenüber EFE, dass das Ziel des Angriffs ein Mitglied des Palästinensischen Islamischen Dschihad gewesen sei, erklärte jedoch, man sei noch dabei, die Ergebnisse des Angriffs zu „auswerten“, und äußerte sich nicht zum Tod des 8-Jährigen.
Quellen der „Märtyrer von Al-Aqsa“ wiesen darauf hin, dass der Luftangriff gegen eine Gruppe von Menschen in der Al-Baraka-Straße im Süden von Deir al-Balah gerichtet war. Trotz des seit Oktober 2023 geltenden Waffenstillstands führt Israel täglich gezielte Luftangriffe im Gazastreifen durch, unter dem Vorwand, Mitglieder lokaler Milizen zu töten, wobei diese Angriffe jedoch regelmäßig das Leben weiterer Personen fordern, die sich in der unmittelbaren Umgebung aufhalten.
Im Laufe des Sonntags kamen bei solchen Angriffen vier Menschen ums Leben, darunter ein 13-jähriges Mädchen in Khan Yunis (im Süden), eine weitere, nicht identifizierte Person in Al-Mawasi (im Süden) und zwei weitere in Beit Lahia (im Norden). Die israelische Armee identifizierte heute, am Montag, einen der vier Getöteten – genauer gesagt einen der beiden im Norden – als einen Milizionär des Palästinensischen Islamischen Dschihad namens Zaher Brahim Jalil Abu Salem.
„Abu Salem war an der Entführung von Zivilisten aus ihren Häusern und deren Festhaltung als Geiseln beteiligt“, heißt es in der Erklärung des Militärs zur mutmaßlichen Beteiligung des Verstorbenen an dem Angriff vom 7. Oktober 2023 auf israelisches Gebiet, bei dem Milizen aus dem Gazastreifen 1.200 Menschen töteten und 251 entführten.
Seitdem sind nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums mehr als 73.050 Menschen bei israelischen Angriffen im Gazastreifen ums Leben gekommen – ein Vorfall, den eine unabhängige UN-Kommission, internationale Organisationen und zwei israelische Nichtregierungsorganisationen als Völkermord bezeichnet haben.
Quelle: Agenturen





